Meine Bahnreise im Jahre 2026 startete in meiner Heimat. Der kurze zehntätige Aufenthalt ist voll mit Terminen - aber mit genügend Puffer, um mal wieder Fotos zu schießen. Ein Reisebericht vom 09. Januar bis 20. Januar 2026.

Einführung

Bevor der Bericht richtig losgeht, zunächst einmal die Übersicht und eine kurze Erläuterung.
Wie in den vergangenen Reiseberichten, hinterlege ich (sofern ich es nicht vergesse) eine Verlinkung zu Google-Maps hinter den Orten. Neben den Verlinkungen ist ein Kartenausschnitt oben als Bild angefügt, um meine befahrene Route nachvollziehen zu können.

Tag 0: Flughafen - Tokyo(City)

Die Zeit nach Ankunft kann kurz gehalten werden (und daher auch Tag 0). Die Landung am Flughafen Haneda war am späten Nachmittag, sodass ich nicht allzu viel Zeit hatte irgendetwas zu unternehmen. Vom Flughafen (Karte) geht es mit der Monorail (Einschienenbahn) und der U-Bahn zum Hotel in Shinjuku (Karte). Durch die verspätete Einfahrt am Endbahnhof verkürzte sich die Wendezeit auf circa 90 Sekunden, was aber scheinbar machbar ist - so sind wir pünktlich aus dem Bahnhof wieder rausgefahren.

Und dachte eigentlich, dass das schon das Programm für den Tag wäre. Da eine Freundin von mir kurzfristig Zeit hatte, geht es im Anschluss doch noch einmal raus - paar Stationen weiter südlich, um gemeinsam Abend essen zu gehen.

Tag 1: Großraum Tokyo (Westseite)

Das erste richtige Kamerabild auf dieser Reise. Entlang der Seibu-Eisenbahn, hier an der Station Araiyakushi-Mae (Karte). Dieser Abschnitt soll in den kommenden Jahren unterirdisch verlegt werden, weswegen die Gleise einen provisorischen Unterboden haben. Der Tunnel scheint fertig gebaut zu sein, es folgen noch Bauarbeiten an den benachbarten Bahnhöfen, um die Strecke anderweitig führen zu können. Ob die Baureihe 2000 bis dahin noch im Betrieb ist...?

Auf diesen Sonderzug hatte ich gewartet. Hier sehen wir eine umgebaute Garnitur der Baureihe 4000, welche nicht mehr im regulären Fahrgasteinsatz ist - stattdessen besitzt diese Einheit eine eingebaute Küche und 52 Sitzplätze. Ganz genau, der gesamte Zug ist ein "bewegendes Restaurant". An bestimmten Tagen ist der Zug unterwegs, mit Voranmeldung und Vorbezahlung kann man die Gerichte während der 2,5-Stunden-Fahrt genießen.

Es folgte im Anschluss die Garnitur 2069F der Baureihe 2000. Während die anderen Garnituren weiterhin gelb gehalten sind, soll diese braune Einheit der Retro-Look sein.

Diese Einheit hatte ich bereits Oktober 2023 erwischt, damals allerdings bei schlechten Wetterverhältnissen. Umso erfreulicher das Wiedersehen bei diesem guten Wetter.

Ein Blick nach Shinjuku. Durch die vielen Werbungen in unterschiedlichen Größen und Farben sieht die Innenstadt Tokyos vergleichsweise unaufgeräumt aus, aber das wiederum scheint Touristen anzuziehen. Die bunte Vielfalt verdeckt den Zug mit der Sonderbeklebung anlässlich 140 Jahre Kawagoe-Linie.

Haltepunkt Shin-Okubo (Karte). Hier wartete ich auf diesen Sonderzug, Kinugawa mit der Baureihe 253. Interessanterweise keine Mitfotografen, was mir die Standortauswahl am Bahnsteig erleichterte. Bei dieser Einheit steht eine Umlackierung an, weswegen die markante rote Farbe bald nicht mehr zu sehen sein wird.

Ein paar weitere Aufnahmen der "normalen" Züge folgten im Anschluss, bis ich dann zum nächsten Motiv wechselte.

Mein TF-Kumpel hatte mir vorab seinen Umlauf geschickt. Bedeutet für mich also: Nichts wie hin! Ich wählte hierzu die Station Seiseki-Sakuragaoka (Karte) aus, auch wenn ich die Station zum ersten Mal besuchte. Recht zufällig waren in einem Spalt von knapp fünf Metern Seitenlicht, die ich auch nutzte.

Aufgrund einer vorangegangenen Bahnübergangsstörung war er drei Minuten verspätet - und fluchte. Ihn ein bisschen beruhigt, und es ging für ihn rasch weiter.

In die Gegenrichtung fährt die Garnitur 7-28 ein. Seit ein paar Monaten erstrahlt diese Einheit in den Farben im Auslieferungszustand und weicht somit von den aktuellen Keio-Farben in pink-blau ab. Im Verlauf der Reise hatte ich leider kein weiteres Glück, die Einheit ein weiteres Mal zu sehen.

Während ich ein paar Umwege machte und einige Strecken, die ich noch nicht genutzt hatte, abgeklappert habe, war mein Kumpel schon auf seiner Rückfahrt.

Ich erwartete ihn im Endbahnhof Keio-Shinjuku, sodass ich ihn am Prellbock abfangen konnte. Das zentimetergenaue Halten fordert Konzentration der TFs, weswegen sein Blick auf die Markierung der Halteposition gerichtet ist.

Am Abend dann das Treffen mit meinen Kindheitsfreunden, wie jedes Mal wenn ich in Japan bin. Immer wieder schön, altbekannte Freunde wiedersehen zu können.

Tag 2: Tokyo - Osaka

Der Tag startet mit der Fahrt im Shinkansen, von Tokyo nach Osaka (Karte). Jetlag und schlaflose Nächte sind keine gute Kombination, weswegen ich mich dazu entschieden habe, den Aufpreis für den Green Car (1. Klasse) zu zahlen - für einen höheren Komfort zahle ich gerne den Aufpreis.

Kurz vor dem Einsteigen konnte ich mir noch eine Bento-Box am Bahnsteig ergattern. So sah mein Frühstück also aus.

Ankunft in Shin-Osaka. Schnell die Sachen im Hotel abgegeben und es geht wieder an die Strecke.

Die Midosuji-Linie ist die wichtigste U-Bahn Linie Osakas. Um dem hohen Fahrgastaufkommen gerecht zu werden, werden auch an Wochenenden Zwischentakte gefahren, welche ein Teilabschnitt der Linie befahren. Wenn man Glück hat, sieht man vom Bahnsteigende gleich drei unterschiedliche Fahrzeuge: Die "neue" 30000 der Metro links, in der Wendeanlage die Baureihe 21 der Metro sowie rechts die Baureihe 9000 der Kita-Osaka-Express, wohin die Züge weiterfahren.

Mit der Keihan-Eisenbahn geht es weg von Osaka nach Kuzuha (Karte). Hier traf ich mich mit zwei weiteren Eisenbahnfreunden, mit denen ich dann das Einkaufszentrum gegenüber des Bahnhofs besuchte: In einem der Gebäude stehen ausrangierte Keihan-Fahrzeuge. Gut für uns 3D-Modellbauer, dass wir recht nah an die Fahrzeuge rankommen und detaillierte Aufnahmen machen können.

Wieder zurück zum Bahnsteig, stand die Garnitur 2262F der Baureihe 2200 am Bahnsteig. Diese ist derzeit die einzige Einheit im alten Farbschema - und zugleich auch die letzte verbliebene Einheit dieser Baureihe.

Standortwechsel nach Kayashima (Karte). Die Bahnsteigtüren sind gut für die Sicherheit, aber schlecht fürs Foto. So ragt ein Teil der Einrichtung leider ins Bild rein, aber dafür konnte ich die Garnitur 2632F der Baureihe 2600 dokumentieren. Auch diese Einheit ist die letzte dieser Baureihe.

Im Anschluss führt der Weg wieder zurück nach Osaka. Am Ziel angekommen verabschiedete ich mich von den Jungs und widmete mich den weiteren Aufnahmen.

Hier in Tengachaya (Karte) war ich schon öfters, einige Bilder von dieser Station sind in den vergangenen Reiseberichten wiederzufinden.

Eine meiner Fotoobjekte war der Rapit mit der Werbefolierung für den Golden-Pass-Express aus der Schweiz. Die Nankai-Eisenbahn und die MOB (Montreux Oberland Bernois) kooperieren seit einigen Jahren, so kam auch diese Werbefolierung zustande.

Inzwischen sind die Fahrzeuge der Baureihe 50000 schon 30 Jahre alt. Die ersten Gespräche um Neufahrzeuge scheinen wohl zu laufen.

Ein weiterer Zug wurde abgewartet: Die Baureihe 10000 im Retro-Look. Während die aktuelle Farbgebung blau-orange ist, erstrahlt diese Einheit in den alten grünlichen Farben. Ein Umlauf vorher hing am hinteren Zugteil eine weitere Einheit im Retro-Look, aber aufgrund einer Fahrzeugstörung wurde diese scheinbar durch einen normalen ausgetauscht. Ein Grund mehr, beim nächsten Besuch wieder vorbeizuschauen.

Auch Nankai scheint wohl mit Fahrzeugmangel zu kämpfen. Dieser Umlauf sollte eigentlich mit acht Wagen an 20m Fahrzeugen gefahren werden. Eingefahren kam aber eine 8-Wagen Traktion der Baureihe 2000 - 17m Fahrzeuge also, womit die Gesamtzuglänge um 24m abweicht. Das wird man im Rush-Hour im Fahrzeuginneren spüren, wenn das Gequetsche losgeht. Fast ein ganzer Wagen weniger, das kann kuschelig werden.

Am Abend dann ein Treffen mit einer weiteren Kindheitsfreundin und einer gemeinsamen Freundin. Zwei gesprächige Freundinnen und ein gesprächiges ich, da wird der Abend zwangsläufig sehr lang - zumal wir uns alle schon länger nicht gesehen hatten. Auch fünf Stunden reichten zwar nicht aus, aber bevor der letzte Zug nach Hause abfährt, schickte ich die beiden heim.

Tag 3: Osaka - Okayama - Hiroshima

Die Fahrkarte für die Züge nach Hiroshima hatte ich bereits in der Hand. Da bis dahin aber noch reichlich Zeit war, nutzte ich die Gelegenheit und fuhr nach Kintetsu-Namba (Karte). Am Bahnsteig angekommen, kommt ganz zufällig ein Charterzug eingefahren. Mit solchen außerplanmäßigen Fahrten habe ich ständig Glück, konnte aber leider nicht herausfinden um was für eine Sonderfahrt es sich hierbei handelte.

Dieser in den Fahrplan eingequetschte Zug war im Übrigen der Grund, weswegen die Folgezüge leichte Verspätungen aufbauten.

Das gute Wetter wollte ich ausnutzen, weswegen ich an eine oberirdische Station hingefahren bin. Hier in Imazato (Karte) kann man vom Mittelbahnsteig recht gut fotografieren.

Auf diesem viergleisigen Abschnitt fahren fast minutenweise Züge durch, sodass es nicht langweilig wird. Zudem ist die Fahrzeugvielfalt bei der Kintetsu sehr groß, da lässt man lieber die Kamera dauerhaft draußen.

Es geht weiter in Hankyu-Umeda (Karte). Der Kopfbahnhof Umeda der Hankyu-Eisenbahn ist eine der wenigen Kopfbahnhöfe in Japan und dürfte mit 9 Gleisen der Größte sein.

Das Unternehmen setzt viel auf Tradition. So erstrahlen alle Fahrzeuge seit Beginn auf in dieser Maronenfarbe. In den letzten Jahren wurde im Zuge der Modernisierung ein bisschen weiße Farbe hinzugefügt, aber ältere Baureihen wie 5300 sind noch vollständig maronenbraun gehalten.

Die Baureihe 2000 ist die neuste Generation bei der Hankyu-Eisenbahn. Seit vergangenem Jahr im Fahrgasteinsatz, aber wie man sieht sind auch diese Fahrzeuge in den selben Maronenfarben gehalten.

Mit etwas Glück fahren hier drei Linien gleichzeitig ein oder aus. In der kurzen Aufenthaltszeit hatte ich leider keine Chance drei auf einen Streich zu fotografieren, aber allein die Ein- und Ausfahrt zuzuschauen macht Spaß.

Ein seitlicher Blick in der Bahnhofshalle. Tagsüber sind fast alle Züge 8-Wagen lang, sodass es zu einer schönen Nebeneinanderstellung kommen kann. Eine Woche nach meinem Besuch wurde aber die Halteposition einiger Bahnsteige versetzt, sodass auch dies leider nicht mehr möglich ist.

Die Fahrt nach Hiroshima beginnt. Zwischen Shin-Osaka und Okayama nutze ich hierfür den Hello-Kitty-Shinkansen. Für diese Kollaboration wurde die Einheit V2 der Serie 500 extra speziell verziert und genießt die Aufmerksamkeit der Fahrgäste. Einen pinken Shinkansen bekommt man halt nicht oft zu sehen.

Da die Kollaboration im Mai 2026 enden soll (und dies sogar in den Nachrichten ausgespielt worden war), befanden sich am Bahnsteig sehr viele Fotografen.

Im Wageninneren machen aufgehängte Plakate darauf aufmerksam, dass dieser Sonderwagen bald beendet wird.

Das Design der hier verwendeten Alphabete stammen von meinem Vater. Daher nutzte ich die Gelegenheit, den Shop in Wagen 1 zu besuchen, um ihm paar Souvenirs mit seiner Schrift zu kaufen. Die Freude war natürlich riesig, als ich ihm die Überraschung übergab.

Kurzer Zwischenhalt in Okayama (Karte). Auch hier gibt es eine Straßenbahn, welche derzeit um wenige Meter verlängert wird. Die aktuelle Wendestelle befindet sich nämlich ein bisschen vom Bahnhof entfernt, sodass der Anschluss zum Bahnhofsterminal nicht so praktisch ist. Durch die Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes soll die Straßenbahn dann direkt bis zum Haupteingang fahren.

Während den kurzen 30 Minuten hatte ich nur Altfahrzeuge erwischt, obwohl hier einige Niederflurfahrzeuge existieren.

Zurück zum Bahnsteig, um die Fahrt nach Hiroshima fortzusetzen. Tja, hätte wohl noch weitere zehn Minuten Straßenbahn fotografieren können. Da die Verspätungen der Shinkansen-Züge erst kurz vor der ursprünglichen Abfahrt angezeigt werden, ist hier leider nicht ganz so gut zu erkennen, dass auch die nachfolgenden Züge verspätet waren.

Wie dem auch sei, ich hatte meinen Sitzplatz und konnte auch bis nach Hiroshima fahren und bin nicht irgendwo dazwischen gestrandet. Das reicht mir schon aus (Das passiert, wenn man an europäische Verhätnisse gewöhnt ist).

Ankunft in Hiroshima (Karte). Der Bahnhof wurde in den vergangenen Jahren großzügig umgebaut, sodass die Straßenbahn seit Sommer vergangenen Jahres im zweiten Stock der Bahnhofshalle an- und abfahren. Da ich an den schmalen überfüllten Bahnsteig im Erdgeschoss gewohnt war, ist die neue Halle im Obergeschoss für mich komplet Neuland.

Good Timing würde ich sagen, denn in dem einfahrenden 3901 war auch mein Schaffner-Kumpel im Dienst. Paar Fotos (nach Absprache) gemacht und später an ihn zugesandt. Links im Übrigen zu sehen der Siemens Combino, der in der letzten Zeit so weit aufgearbeitet wurde dass regelmäßig zwei Garnituren tagsüber im Einsatz sind. Bei meinem letzten Besuch waren sie so störanfällig, dass sie nur zum Rush-Hour genutzt wurden.

Ein Blick auf die Info-Tafel am Bahnsteig. Ich finde es ehrlich gesagt nicht so übersichtlich - stattdessen sehr überladen und zu klein, sodass man die wichtigen Informationen nicht so schnell finden kann. Man beachte auch die eingezeichnete Ringlinie in violett, welche noch gar nicht im Betrieb ist - diese soll nämlich erst im Frühling eingeführt werden.

Der Schalter für Tageskarten ist im Übrigen auch sehr versteckt rechts hinter mir.

Ein weiterer Stockwerk höher gibt es ein Steg zwischen zwei Gebäudeteilen des angeschlossenen Einkaufszentrums, von der man die Ein- und Ausfahrten gut beobachten kann. Hier kreuzen sich zwei Fahrzeuge der Baureihe 800. In der Ferne gut zu erkennen, dass die Rampe zur Straße recht steil ist.

Es wurde endlich Zeit für den Check-In im Hotel, sodass ich meine Sachen ablegte. Im Anschluss dann paar Einkäufe getätigt und noch einmal kurz in die Innenstadt.

Zurück am Bahnhof, um auch einen Abstecher in den Pokemon-Center Hiroshima zu tätigen. Pokemon-Liebhaber werden sehr viel Spaß in Japan haben können, da solche Pokemon-Center in vielen Städten vorhanden sind. In den Läden gibt es auch regionale Souvenire, die man nur in den jeweiligen Stores erwerben kann.

Wieder zurück zu Themen mit Bezug zur Eisenbahn. Die Kollaboration zwischen der Hiroshima-Straßenbahn und JR-West führte dazu, dass die Farben bei jeweils einer Zugeinheit getauscht wurden.

So fährt bei der Straßenbahn die Garnitur 5101 in den Farben der RedWing der JR-West, und eine Einheit der JR-Baureihe 227 in den GreenMover-Farben der Straßenbahn. Ein entsprechendes Modellbahnset gibt es auch - natürlich habe ich ein Set gekauft.

Ein Glück, dass an diesem Tag beide Einheiten im Betrieb waren - und das zu einer ähnlichen Uhrzeit, sodass ich nicht ständig zwischen Hotel und Bahnhof pendeln musste.

Die Garnitur A12 ist diejenige, die in den GreenMover-Farben versetzt wurde. Hier zu sehen bei der Einfahrt aus der Abstellung. Die Folierung hier auf der 227 soll scheinbar früher zu Ende gehen als bei der Straßenbahn - vielleicht war das also schon die erste und zugleich die letzte Gelegenheit für mich...?

Der einzige Tag, an dem ich alleine Abendessen gegangen bin - an allen anderen Tagen war ich verabredet. Die Ruhe nutzte ich aus. Nach dem Essen hatte ich aber Bewegung nötig, sodass ich mich erneut zum Bahnsteig bewegte. Inzwischen war auch der Feierabendverkehr zu Ende, der Fahrgastfluss ging eindeutig zurück. So hatte ich eine bessere Gelegenheit, mehrere Züge auf ein Bild zu bekommen.

Die vier Bahnsteige sind jeweils einer Linie zugeordnet. Hätte man die Bahnsteige nicht direkt nach den Liniennummern benennen können, statt ABCD?

Tag 4: Hiroshima - Fujieda

Vor der Abfahrt, ein bisschen Rush-Hour beobachten. Es war der einzige Regentag während meines Aufenthaltes, aber das hielte mich nicht vom Fotografieren ab.

Hier noch einmal zu sehen, wie eine "richtige" Baureihe 5100 aussieht. Von der Werbung abgesehen, wurde also diese weiß-türkise Farbe an einem JR-Fahrzeug angebracht.

Man sieht hier im Übrigen ganz gut, wie die Straßenbahn die anstehende Rampe zu bewältigen hat.

Im vergangenen Jahr wurde probeweise Expresszüge auf der Linie 1 eingeführt. Diese lässt ganze 3 Halte aus und ist damit laut Plan ganze 1 Minute (!) schneller im Vergleich zu den anderen Zügen. Probiert wurde es bei ganzen 2 Fahrten am frühen Morgen.

Ehrlich gesagt war ich verwundert, dass diese überhaupt noch fahren. In der Pressemeldung stand, dass dieser Test innerhalb Dezember 2025 beendet wird und bei Fortsetzung eine separate Meldung erfolgt. Ist nicht, aber fährt. Nicht schlimm, dadurch hatte auch ich nun eine Chance, die spezielle Anzeige dokumentieren zu können, auch wenn ich vom Bus zugefahren worden bin.

Ein Blick auf die alte Strecke. Durch die Verlegung ins zweite Stock wurde auch die Linienführung rund um den Hauptbahnhof geändert, sodass ein Abschnitt stillgelegt worden ist.

Man konzentrierte sich wohl zunächst auf den Neubau, weswegen bislang noch keine Planung für diese Straße existiert. Was nun aus den Schienen werden soll und wie die Straße in Zukunft aussehen soll, weiß scheinbar noch niemand.

Zum Vergleich wie es vorher ausgesehen hat, ein Bild aus dem Blog Oktober 2023. Bei der Fotosonderfahrt kreuzten sich hier zwei Altfahrzeuge. Im Hintergrund erkennt man noch die Baugerüste, da der neue Bahnhof mit Einkaufsmöglichkeiten noch nicht fertig war.

Mit dem Shinkansen geht es zurück nach Osten. Ein Handybild beim bahnsteiggleichen Umstieg in Shin-Kobe (Karte), da der schnelle Nozomi nicht dort hält wohin ich fahren möchte.

Wie man leicht sieht, sind inzwischen an fast allen Bahnhöfen Bahnsteigtüren verbaut, welche der Sicherheit für die Fahrgäste dienen soll. Es sei der Hinweis gestattet, dass hier nicht angelehnt werden darf und man bitte hinter der gelben Linie zu bleiben hat. Die Verspätung am Vortag hatte nämlich ein Tourist verursacht, der zum Fotografieren seinen Arm rausstreckte. Solche absichtlichen Störungen können im Übrigen mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden - egal ob Einheimisch oder Tourist.

Paar Stunden später bin ich in Hamamatsu (Karte) angekommen, um von dort aus mit dem Regionalverkehr weiterzufahren.

Das erste Mal in Fujieda (Karte) angekommen. Ein schneller Schnappschuss auf die Baureihe 313 von hinten, die mich bis hierhin gefahren hat. Das Hotel ist direkt am Bahnhof angeschlossen, sodass der Weg sehr kurz war. Da ich bis zum Treffen Zeit hatte, entspannte ich mich im Zimmer.

Am Abend holte mich die Freundin mit ihrem Auto ab und fuhren zu einem lokalen Restaurant, der sehr weit abseits vom ÖPNV-Anschluss liegt. Ihren Führerschein hat sie noch nicht so lange, sodass sie mich zum ersten Mal mitgenommen hat. Wir kennen uns schon ein bisschen länger und jedes Mal als wir uns getroffen haben erzählte sie mir, dass sie - sobald sie ihren Führerschein gemacht hat - mich auf Ausflüge mitnehmen möchte. Das wurde nun endlich wahr. Die Autoliebhaberin kaufte sich vergangenen Monat einen weiteren Wagen, da dieser aber noch nicht angekommen war kam sie mit einem Ersatzwagen an.

Später noch eine kurze Nachtfahrt durch die Stadt und dann zum Hotel, denn mit ihr geht es am Folgetag wieder weiter.

Allein die ersten Tage bis hierhin waren hektisch genug - aber so geht es noch weiter, und das Highlight kommt erst noch.
(Eigentlich wollte ich den Reisebericht nicht aufteilen, aber bei den vielen Fotos wollte die Seite nicht mehr, weswegen der Blog in drei Teilen aufgeteilt ist.)